Philosophie
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Respekt und Verantwortung

Die Basis unseres Unternehmens waren sind ganz grundlegende Werte, an denen wir uns auch beim Gestalten und Erhalten unserer Zukunft orientieren, nicht nur der des Weingutes, sondern vor allem auch der unserer Familie. Diese Prioritäten sind weder von Erfordernissen des Marketings noch von aktuellen Moden zu erschüttern, denn sie sind echt. Wir sind davon überzeugt, dass wir alle in ganz verschiedenen Bereichen Verantwortung übernehmen müssen:

Wir sind für unsere Umwelt verantwortlich, also haben wir in unserer landwirtschaftlichen Arbeit Respekt vor der Natur und reduzieren die Beeinträchtigung von Flora und Fauna im Weinberg auf ein Minimum, indem wir auf chemische Dünger verzichten und die Schädlingsbekämpfung drastisch reduziert haben, wobei hier nur sanfte oder völlig unbedenkliche Mittel zum Einsatz kommen.
Wir gehen mit allen Menschen, die in unseren Weinbergen arbeiten, ebenso verantwortlich um wie mit denen, die in der Nähe leben, ihre Gesundheit ist für uns das höchste Gut. Alle, die unsere Weine vertreiben, vertrauen uns, dass sie gut, ehrlich und authentisch gemacht sind – auch das ist Teil unserer Verantwortung.
Wir sind verantwortlich für alle, die unsere Weine genießen und davon überzeugt sind, das sie gesund und unbedenklich sind. Wir sind unseren Kindern gegenüber verantwortlich, denen wir all das beizubringen haben.

Deshalb sind wir stolz darauf, Euch unsere Weinberge zu zeigen, in denen Biodiversität nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Tatsache ist. Dutzende von verschiedenen Arten – Pflanzen, Insekten, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere ebenso wie Pilze und Bakterien in der Erde – sind der beste Beweis dafür, dass die Natur in unseren Weinbergen intakt ist.
Nach 24 Jahren regelmäßigen Mähens, gelegentlicher Gründüngung und nur sehr seltenem Einsatz von organischem Dünger enthält die obere Erdschicht, von der sich unsere Reben ernähren, eine hochaktive Mikroflora aus. Die garantiert fruchtbaren Boden und verwandelt den Rebschnitt in wasserspeichernden Humus, der im Sommer eine entscheidende Rolle spielt, da in unserem Teil der Welt künstliche Bewässerung streng verboten ist.

Man wird keine pseudoromantischen Fotos von uns finden, auf denen wir mit Pferd und Karren die Ernte einbringen, und uns auch nicht bei der Mitternachtslese im Fernsehen sehen können. Wir legen keinen Wert auf eine der oft vagen Bio-Zertifizierungen, und wir werden auch nicht in Gummistiefeln und karierten Hemden posieren oder beim Umarmen einer Ziege. Das ist nicht unsere Philosophie. So wollen wir keinen Wein verkaufen, sondern mit Transparenz, konstant hoher Qualität und Fairness.

Wenn Ihr mit uns über herkömmliche oder moderne Methoden bei der Weinherstellung sprechen wollt, diskutieren wir gerne mit Euch, aber Technik ist für kein Verkaufsinstrument. Wir setzen Schwefel sehr vorsichtig ein und nutzen dafür exakt eingestellte Dosiergeräte, die eine Minimaldosis direkt in die Flasche injizieren und damit je nach Wein den Gesamtschwefelgehalt auf 30 bis 110 mg/L reduzieren. Das sind 15 bis 55% des maximal erlaubten Wertes. Dabei darf man nicht vergessen, dass die Weinhefen selbst zwischen 15 und 60 mg/L produzieren. Mit anderen Worten, ein "naturbelassener" kann trotzdem mehr Schwefel enthalten als ein geschwefelter. Ausserdem ersetzen einige Weinhersteller Schwefel durch nicht natürliche Produkte, um das gleiche Ergebnis zu erhalten. Die Nutzung einer bestimmten Technik sagt also nichts über die Sauberkeit und Bekömmlichkeit eines Weines. Entscheidend ist allein, wie sensibel der Winzer sie einsetzt. Aus den selben Transparenz-Gründen "tunen" wir unsere abfüllbereiten Weine auch nicht durch wuchtigen Tannin-Einsatz, Most-Konzentration oder den Einsatz des "Wein-Weichmachers" Gummi Arabicum.