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Die Region: Canelli, zwischen Langhe und den Hügeln des Monferrato

Canelli und seine Umgebung: Ein Terroir, das so unvergleichlich ist wie seine Weinbaugeschichte, zwei einzigartige Trauben wie der Moscato Bianco di Canelli und die Barbera, eine Genusstradition, um die uns die Welt beneidet, eine von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Landschaft und ein besonderes technisches Knowhow, das es so nirgendwo sonst gibt – all das möchten wir, gemeinsam mit unseren vielen qualitätsorientierten Winzerkollegen, der ganzen Welt zeigen.

Zwischen den Langhe und dem Monferrato, der zwei für Weinbau am besten geeigneten Landschaften des Piemonts, wird der Moscato d'Asti Canelli erzeugt. Gerühmt seit römischen Zeiten, versucht man bis heute rund um den Globus ohne Erfolg den einmaligen, überbordenden Aromareichtum und seine Alterungsfähigkeit zu kopieren. Die hier vorherrschenden lockeren, dabei stark kalkhaltigen Böden ergänzen sich für die Produktion von körperreichen, langlebigen Weißweinen perfekt mit dem gemäßigten Klima der Region.

Canelli ist auch der Geburtsort des italienischen Spumante, mit dem Carlo Gancia 1865 eine Tradition begründete, auf die wir heute noch stolz sind.

Auf den ersten Hügeln Richtung Nizza Monferrato, zwischen San Marzano Oliveto und Moasca, wird der nach allgemeinem Tenor beste Barbera d'Asti überhaupt angebaut, blutrot, fruchtig-rund und hervorragend strukturiert. Hier sind die Böden zwar immer noch kalkhaltig, weisen aber einen höheren Ton- und Salzgehalt auf, was den Weinen ihr komplexes Fruchtbouquet verleiht und sie am Gaumen mineralischer und vollmundiger macht.

In dieser Zone wachsen die Trauben für unseren Barbera d'Asti Superiore Nizza. Dieser Barbera d'Asti Superiore darf ausschließlich in einem räumlich sehr eng begrenzten Gebiet produziert werden, zu dem laut der bezüglich Herkunft und Verarbeitung sehr rigiden Vorgaben nur einige wenige Orte rund um Nizza Monferrato gehören. In diesem Regelwerk zu Weinbergen und Wein werden unter anderem Lage und Ausrichtung der Hänge, die Reifung im Eichenfass und der Alkoholgehalt genau vorgegeben, um ein sehr hohes Qualitätsniveau zu garantieren.

Canelli ist auch die Heimat der weißen Trüffel und großartigen Restaurants, der legendären Haselnüsse und renommierten Patissiers, der weißen piemontesischen Rinder, hervorragender Metzgereien und vieler ausgezeichneter Käsesorten. Nichts davon ist neu, vieles nur wenig bekannt, aber alles Teil einer einzigartigen kulturellen Tradition.

Zur Landschaft gehören die steilen, terrassierten Weinberge der Alta Langa des Asti-Gebiets ebenso wie die sanften Hügel im unteren Belbo-Tal, wie Eichen- und Akazienwälder oder die kleinen Ortschaften, die sich auf den Hügelkuppen zusammendrängen. Vom atemberaubenden Farbenspiel im Herbst bis zum saftigen Grün der gepflegten Rebzeilen im Sommer – die Eindrücke und Ausblicke verändern sich im Wechsel der Jahreszeiten und sind immer eng mit der Arbeit der Menschen in Weinbergen und auf Feldern verknüpft.

Und dann ist da noch die pittoreske Schönheit des alten Canelli mit seinen Kirchen und den mittelalterlichen Schutzwällen, das sich über den tief in Fels gehauenen historischen Sektkellern am Fuß des Hügels entlang der Kopfsteinpflaster-Gassen bis zum Schloss Gancia auf der Kuppe hinauf windet. Auch wenn uns die moderne, vor allem von Märkten bestimmte Welt viel zu selten Zeit dafür lässt: es würde uns freuen, wenn jeder die Seele dieses Ortes und den poetischen Geist, der ihn umweht, für sich entdecken könnte.